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Hormonelle Stimulation |
Das hormonelle Gleichgewicht ist für die Empfängnisbereitschaft
sehr wichtig. Hormonelle Fehlfunktionen können zu Störungen
der Eizellreifung, zum Ausbleiben des Eisprungs und zu einer
mangelhaften Gelbkörperbildung führen. Häufig
sind erhöhte Werte an männlichen Hormonen (Androgene)
verbunden mit Eierstockzysten die Ursache. Auch starkes Unter-
und Übergewicht, große Gewichtsveränderungen
in kurzer Zeit, extreme körperliche Belastungen, Störungen
der Schilddrüsenfunktion, Tumore (extrem selten), Medikamente
und Streß können das hormonelle Gleichgewicht empfindlich
stören.
Die Hormonbehandlung der Frau beginnt meist am dritten Zyklustag,
d. h. am dritten Tag der Monatsblutung. Täglich wird eine
bestimmt Menge Fruchtbarkeitshormone gespritzt. Die Hormonbehandlung
ist mit verschiedenen Präparaten möglich: Einige Präparate
(Mentotropin) enthalten zwei Hormone, nämlich LH (luteinisierendes
Hormon) und FSH (follikelstimulierendes Hormon). Nicht immer
ist LH zur Zyklusstimulation notwendig. Viele Frauen bilden
selbst genug davon. In diesem Fall steht hochreines FSH zur
Verfügung (z. B. Follitropin).
Hochreines FSH muß nicht in den Muskel, sondern kann unter
die Haut gespritzt werden. Dies können Sie selbst oder
Ihr Partner tun, wenn Sie es möchten.
Ab dem 8. Zyklustag kontrollieren wir die Eizellreifung mittels
Ultraschall und Blutuntersuchungen. Die Dosis des Hormons
wird entsprechend dem Erfolg angepaßt. Ist der Follikel
groß genug, wird der Eisprung mit einem weiteren Hormon,
dem humanen Choriongonadotropin (hCG), ausgelöst.
Anschließend erfolgt die Befruchtung entweder durch Geschlechtsverkehr
oder mit Hilfe der Insemination.
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