Zentrum für Künstliche Befruchtung, Ambulante Operationen, Gynäkologie, Geburtshilfe
 
 
 
 
 
 

Dr. med. Rainer Rau

Facharzt für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe

Weidenfelder Straße 1
73430 Aalen

Tel. (0 73 61) 6 20 21
Fax (0 73 61) 6 20 26
   
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Hormonelle Stimulation
Das hormonelle Gleichgewicht ist für die Empfängnisbereitschaft sehr wichtig. Hormonelle Fehlfunktionen können zu Störungen der Eizellreifung, zum Ausbleiben des Eisprungs und zu einer mangelhaften Gelbkörperbildung führen. Häufig sind erhöhte Werte an männlichen Hormonen (Androgene) verbunden mit Eierstockzysten die Ursache. Auch starkes Unter- und Übergewicht, große Gewichtsveränderungen in kurzer Zeit, extreme körperliche Belastungen, Störungen der Schilddrüsenfunktion, Tumore (extrem selten), Medikamente und Streß können das hormonelle Gleichgewicht empfindlich stören.

Die Hormonbehandlung der Frau beginnt meist am dritten Zyklustag, d. h. am dritten Tag der Monatsblutung. Täglich wird eine bestimmt Menge Fruchtbarkeitshormone gespritzt. Die Hormonbehandlung ist mit verschiedenen Präparaten möglich: Einige Präparate (Mentotropin) enthalten zwei Hormone, nämlich LH (luteinisierendes Hormon) und FSH (follikelstimulierendes Hormon). Nicht immer ist LH zur Zyklusstimulation notwendig. Viele Frauen bilden selbst genug davon. In diesem Fall steht hochreines FSH zur Verfügung (z. B. Follitropin).

Hochreines FSH muß nicht in den Muskel, sondern kann unter die Haut gespritzt werden. Dies können Sie selbst oder Ihr Partner tun, wenn Sie es möchten.

Ab dem 8. Zyklustag kontrollieren wir die Eizellreifung mittels Ultraschall und Blutuntersuchungen. Die Dosis des Hormons wird entsprechend dem Erfolg angepaßt. Ist der Follikel groß genug, wird der Eisprung mit einem weiteren Hormon, dem humanen Choriongonadotropin (hCG), ausgelöst.

Anschließend erfolgt die Befruchtung entweder durch Geschlechtsverkehr oder mit Hilfe der Insemination.